Startseite/Unser Erbe – der historische Weg der Familie Bethlen

Unser Erbe – der historische Weg der Familie Bethlen

Keine Chronik von Wappen und Palästen, sondern die Geschichte fleißiger Hände, starker Schultern und ausdauernder Herzen.

Der Name Bethlen – sei es der Hauptzweig von Bethlen oder die Linie von Keresd – ist seit Jahrhunderten untrennbar mit der Geschichte Siebenbürgens verbunden. Doch nur wenige wissen: Dieser Name steht nicht nur für Wappen, Paläste oder fürstliche Titel.

Auf dem Gut der Bethlen-Familie in Keresd, dessen Schlossmauern noch heute erzählen, wurde kein bequemes, sorgloses Leben geführt. Die Familienmitglieder arbeiteten über Generationen hinweg gemeinsam auf den Feldern, führten die Güter und übernahmen die Pflichten, die mit ihrem Rang verbunden waren.

Dieses Erbe war kein Lorbeerkranz des Ruhms, sondern ein moralischer Kompass.

Als man das Land, das Vermögen, die Namen und sogar die Möglichkeit zu arbeiten nahm, brachen meine Großeltern nicht zusammen. Hinter dem Namen Bethlen blieb nichts anderes zurück als die Liebe zur Arbeit, Ordnungssinn, Ehrgefühl und Durchhaltevermögen.

Meine Großeltern bauten zusammen mit ihren sechs Kindern ihr Leben aus dem Nichts wieder auf. Ohne Land, ohne Beziehungen, ohne berufliche Perspektiven. Die einen schleppten Kohlen, die anderen arbeiteten als Tagelöhner – doch sie beklagten sich nie und verloren niemals ihre Menschlichkeit.

Diese Haltung ist es, die auch mein Vater an uns weitergegeben hat: dass nichts ewig währt außer dem, was wir aus uns selbst heraus aufbauen. Nicht der Name, nicht der Rang, sondern die menschliche Qualität.

Auch der Geist von Bethlen Ékszer speist sich aus dieser Quelle. In jedem einzelnen Stück steckt das Familienerbe: der Respekt vor dem Handwerk, die zeitlose Schönheit der Formen und der Anspruch, Werte zu schaffen.

Das Verlobungsschmuckstück von Gábor Bethlen und Katharina von Brandenburg

Das Zentrum des Schmuckstücks bildet ein rot emailliertes Herz in einem schildförmigen, mit Diamanten und Smaragden besetzten Rahmen, das von zwei Händen mit Ringen an den Zeigefingern gehalten wird. Ein Totenkopf unten, ein Anker, ein Kreuz, eine Fürstenkrone oben sowie die beidseitigen Flügel sind die bestimmenden Symbole.

Die das Herz haltenden Hände und das Taubenpaar waren auf Hochzeitsschmuck jener Zeit unverzichtbar. Das im Kunstgewerbemuseum bewahrte Stück wurde 1884 aus der Sammlung von Ödön Zichy ausgestellt, gelangte 1906 in die Städtische Galerie und 1953 in das Museum.